Da
viele Aquarianer immer wieder Probleme mit der Zucht
von Phyto haben, möchte ich hier meine Methode erläutern.
Als
Reaktor benutze ich eine Baumarktsprudelsäule mit
ca.25 Liter. Der Metallsprudler wurde entfernt und
ein Plastikrohr mit Reduzierung als Ablauf eingeklebt.
Zur Bewegung des Planktons benutze ich ein einfaches
Luftrohr und eine Membranpumpe. Der einzige Nachteil
der Sprudelsäulen ist, dass sie im Durchmesser ein
wenig eng sind. Breitere Röhren sind wegen der Hell/Dunkelphase
noch besser geeignet. Größere Acrylröhren bekommt
man bei Uwe
Schmidt.
Beleuchtet wird der Reaktor mit einer SunGlo-Röhre
18W.

In
der folgenden Beschreibung beziehe ich mich auf meine
Erfahrungen. Es gibt natürlich auch viele weitere
Varianten, die zum Erfolg führen. Als Ausgangswasser
benutze ich Reinstwasser, also Osmose mit Ionentauscher.
Grund dafür ist, dass die Nährlösungen für Phyto in
ihren Elementen so gemischt sind, dass ein fast vollständiger
Abbau der Nährlösung garantiert wird. Das funktioniert
aber nur, wenn man keine Nährstoffe durch Leitungswasser
mit einbringt. Dann werden bestimmte Stoffe ungleichmäßig
abgebaut, die man dann später wieder im Becken findet.
Eine sehr gute Nährlösung bietet Aqua Connect (Phyto
Stabil) an . Ich habe schon einige Nährlösungen probiert
benutze aber nun nur noch diese.
Nun
mische ich mir 25 Liter Salzwasser in einem verschließbaren
Eimer an (Dichte ca. 1.023). Alle Arbeitsgeräte müssen
sauber sein und dürfen nicht in Berührung mit Zooplankton
kommen. Man beginnt meist mit einem halben oder einem
Liter Ansatz. Am Beispiel Thalassiosira weisflogii
möchte ich euch zeigen, wie einfach es ist diese Alge
in großen Mengen herzustellen. Als erstes kommt ein
halber Liter Algenansatz ,ein halber Liter Salzwasser
und 5 ml Nährlösung in den Reaktor. Gut belüftet und
20 h beleuchtet verdoppelt man dann am nächsten Tag
den Ansatz. Also man füllt 1 Liter Salzwasser und
10ml Nählösung in den Reaktor . Wenn die Temperatur
stimmt( ca. 12-16 Grad) wächst diese Alge sehr schnell.
Hat
die Kultur eine satte braune Farbe verdoppelt man
wieder. Also füllt man 2 Liter Salzwasser und 20 ml
Nährlösung dazu. Jetzt hat man 4 Liter Algenkultur.
Ist die Kultur wieder satt braun gibt man 4 Liter
Salzwasser und 40 ml Nährlösung zu. Dann 8 Liter Salzwasser
und 80 ml Nährlösung. Nun hat man 16 Liter Algen.
Mit Nitratteststäbchen kann man nun kontrollieren
wann die Nährstoffe aufgebraucht sind. Kurz vor dem
Nährstoffnullpunkt soll die Kultur geteilt werden.
Also entnimmt man 8 Liter die man kurzzeitig im Kühlschrank
lagern kann. Der Reaktor kann jetzt wieder mit 8 Litern
Salzwasser und 80 ml Nährlösung aufgefüllt werden.
Diesen Vorgang kann man 3-4 mal wiederholen, dann
wird die Kultur abgelassen und der Reaktor gereinigt.
(Klorix, Essig,Salzsäure) Nun kann man wieder von
vorne beginnen oder man fängt gleich wieder bei einer
größeren Literzahl an. Das gleiche Prinzip funktioniert
auch bei Nannochloropsis.
(c)
Bilder und Text Sylvio Heydenreich