Artemiazucht
ein mal anders:
Da
ich jetzt 6 Seepferde pflege, musste ich mich intensiver
mit der Zucht der kleinen Salinenkrebse befassen.
Ausgangspunkt waren Siegfried J.'s Erkenntnisse, dass
man die Nauplien am besten mit Thalassiosira weisflogii
durchbekommt. Da ich noch andere Algenkulturen habe,
kann ich bestätigen, dass man mit dieser Alge die
größte Überlebensrate hat. Da ich eine sehr gut laufende
Thalassiosira Kultur habe (ca. 10l die Woche), gibt
es da keine Engpässe.

Die höchste Sterblichkeitsrate bei Nauplien liegt
in der ersten Woche, deshalb kommen die frischgeschlüpften
Nauplien die erste Woche in ein Becken mit flachen
Wasserstand (Kaltwasser). Dort haben sie eine Woche
Zeit ihren Verdaungstrakt zu bilden . Wachsen tun
sie durch das Kaltwasser nicht viel. Rechts im Bild
ist das Kaltwasserbecken. Nach einer Woche kommen
sie in ein Becken was beheizt wird (Bild unten), dort
wachsen die Artemias recht schnell.

Gefüttert
wird dort mit verschiedenen Algen um sie optimal zu
nähren. Nach einer weiteren Woche haben die meisten
eine stattliche Größe.

Dann werden sie zur täglichen Fütterung in Flaschen
abgefüllt. Meist hab ich 7-8 Flaschen vorrätig.

Dort werden sie noch mal angereichert bevor sie verfüttert
werden. Man schüttet den Flascheninhalt durch ein
Sieb und ab ins Becken.

Zur
Zeit läuft das alles noch im kleinen Stiel ab und
es ist nur eine tägliche Nachspeise für die Pferde.
50-60 Artemias ist nicht viel aber besser als gar
keine. Gerade in den Wintermonaten ist kaum Lebendfutter
zu bekommen und somit ein Ersatz. Im Sommer sind die
Freilandkulturen natürlich ergiebiger. Ich bin mir
sicher, dass man das ganze noch optimieren kann, um
somit ganz auf gefrorenes Futter verzichten kann.
Dazu bedarf es aber ein wenig mehr Platz und mehr
Zeit.
(c)
Bilder und Text Sylvio Heydenreich