Artemia

von Sylvio Heydenreich

 

Artemiazucht ein mal anders:

Da ich jetzt 6 Seepferde pflege, musste ich mich intensiver mit der Zucht der kleinen Salinenkrebse befassen. Ausgangspunkt waren Siegfried J.'s Erkenntnisse, dass man die Nauplien am besten mit Thalassiosira weisflogii durchbekommt. Da ich noch andere Algenkulturen habe, kann ich bestätigen, dass man mit dieser Alge die größte Überlebensrate hat. Da ich eine sehr gut laufende Thalassiosira Kultur habe (ca. 10l die Woche), gibt es da keine Engpässe.


Die höchste Sterblichkeitsrate bei Nauplien liegt in der ersten Woche, deshalb kommen die frischgeschlüpften Nauplien die erste Woche in ein Becken mit flachen Wasserstand (Kaltwasser). Dort haben sie eine Woche Zeit ihren Verdaungstrakt zu bilden . Wachsen tun sie durch das Kaltwasser nicht viel. Rechts im Bild ist das Kaltwasserbecken. Nach einer Woche kommen sie in ein Becken was beheizt wird (Bild unten), dort wachsen die Artemias recht schnell.

Gefüttert wird dort mit verschiedenen Algen um sie optimal zu nähren. Nach einer weiteren Woche haben die meisten eine stattliche Größe.


Dann werden sie zur täglichen Fütterung in Flaschen abgefüllt. Meist hab ich 7-8 Flaschen vorrätig.


Dort werden sie noch mal angereichert bevor sie verfüttert werden. Man schüttet den Flascheninhalt durch ein Sieb und ab ins Becken.

Zur Zeit läuft das alles noch im kleinen Stiel ab und es ist nur eine tägliche Nachspeise für die Pferde. 50-60 Artemias ist nicht viel aber besser als gar keine. Gerade in den Wintermonaten ist kaum Lebendfutter zu bekommen und somit ein Ersatz. Im Sommer sind die Freilandkulturen natürlich ergiebiger. Ich bin mir sicher, dass man das ganze noch optimieren kann, um somit ganz auf gefrorenes Futter verzichten kann. Dazu bedarf es aber ein wenig mehr Platz und mehr Zeit.

(c) Bilder und Text Sylvio Heydenreich

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