
Clownfische
wie sie in aller Munde heissen legen ca alle 14 Tage
Eier.
Deshalb werden sie auch häufig die Guppis des Salzwassers
genannt.
Die Dauer der Eientwicklung ist abhängig von der Temperatur.
Bei konstant 27 Grad Wassertemperatur schlüpfen sie
in der achten Nacht je wärmer
ein Tag früher und je kälter ein bis drei Tage später.
Es kann auch passieren das ein Teil die erste und
der zweite Teil die zweite Nacht schlüpft.
Da
die kleinen Larven im Hauptbecken nicht überleben
müssen sie in ein seperates Aufzuchtsbecken überführt
werden.
Clownfischlarven schlüpfen meist ein bis zwei Stunden
nach völliger Dunkelheit im Becken.
Dabei sollte man schon vorher alle Pumpen abstellen.
Nach einer Stunde kann man schon mal vorsichtig mit
einer nicht zu grellen Taschenlampe schauen ob sich
etwas tut.
Dabei ist es zweckmäßig sich den weitesten Abstand
vom Gelege zu suchen.
Auf keinen Fall darf das Gelege angeleuchtet werden.
Sind nur ein paar wenige zu sehen wartet man noch
eine Weile.
Ansonsten fängt das große Fangen an.
Es gibt viele Methoden wie man die Larven ins Zuchtbecken
überführt.
Eine sichere und auch Larven schonende Methode ist
wenn man die Lampe auf den Aquariensteg stellt und
einen Messbecher (mit Griff) von einen Liter so ins
Wasser eintaucht das ein schwacher Sog ensteht wo
es die Larven dann reinzieht. So
kann man sehr schnell die Larven ins vorbereitete
Becken überführen.
Vorteilhaft erwiesen sich Becken um die 25 Liter.
Wenn nötig ein kleiner Heizstab wobei
die Temperatur nicht über 27 Grad sein soll. Die Wasserbewegung
sollte über ein Luftrohr erfolgen so um die zwei bis
drei Blasen pro Sekunde.
Zur Fütterung der Larven gibt es wieder mehrere Möglichkeiten.
Hat man Brachionus zur Verfügung reicht man diese
die ersten Tage. Vor dem ersten Zuchtversuch sollte
man schon eine gut funktionierende Kultur angelegt
haben.
Aber es besteht kein muß, wenn man eine kleine Sorte
von Artemianauplien zur Hand hat.
Wichtig ist das anreichern der Nauplien mit sogenanten
Additive.
Da gibt es schon recht brauchbare Produkte.
Vor allem die essentiellen ungesättigten Fettsäuren
spielen bei der Fütterung von Fischlarven eine besondere
Rolle. Insbesondere das Verhältnis verschiedener hochungesättigter
Fettsäuren (sog. HUFA'S)
Das Verhältnis von 22:6n-3 Docosahexaensäure (DHA)
zu 20:5n-3 Eicosapentaensäure
(EPA), beeinflußt den Aufbau und die Struktur von
Gehirn und Augen, die Ausbildung von
Pigmenten und die Regulierung von Streßhormonen. Fehler
in der Anreicherung des Futters, z.B. bei der Pigmentierung
werden erst nach ca. 3. Wochen erkannt.

Bei
Bedarf können brauchbare Produkte bei der ZML abgefragt
werden.
Zu weiteren spezielen Fragen zur Zucht steht unser
Forumteam gern zur Verfügung.
(c)
Text und Bilder Sylvio Heydenreich