Zucht des orangen Anemonenfisch

von Sylvio Heydenreich

Clownfische wie sie in aller Munde heissen legen ca alle 14 Tage Eier.
Deshalb werden sie auch häufig die Guppis des Salzwassers genannt.
Die Dauer der Eientwicklung ist abhängig von der Temperatur.
Bei konstant 27 Grad Wassertemperatur schlüpfen sie in der achten Nacht je wärmer
ein Tag früher und je kälter ein bis drei Tage später. Es kann auch passieren das ein Teil die erste und der zweite Teil die zweite Nacht schlüpft.

Da die kleinen Larven im Hauptbecken nicht überleben müssen sie in ein seperates Aufzuchtsbecken überführt werden.
Clownfischlarven schlüpfen meist ein bis zwei Stunden nach völliger Dunkelheit im Becken.
Dabei sollte man schon vorher alle Pumpen abstellen.
Nach einer Stunde kann man schon mal vorsichtig mit einer nicht zu grellen Taschenlampe schauen ob sich etwas tut.
Dabei ist es zweckmäßig sich den weitesten Abstand vom Gelege zu suchen.
Auf keinen Fall darf das Gelege angeleuchtet werden.
Sind nur ein paar wenige zu sehen wartet man noch eine Weile.
Ansonsten fängt das große Fangen an.
Es gibt viele Methoden wie man die Larven ins Zuchtbecken überführt.
Eine sichere und auch Larven schonende Methode ist wenn man die Lampe auf den Aquariensteg stellt und einen Messbecher (mit Griff) von einen Liter so ins Wasser eintaucht das ein schwacher Sog ensteht wo es die Larven dann reinzieht.
So kann man sehr schnell die Larven ins vorbereitete Becken überführen.
Vorteilhaft erwiesen sich Becken um die 25 Liter. Wenn nötig ein kleiner Heizstab wobei
die Temperatur nicht über 27 Grad sein soll. Die Wasserbewegung sollte über ein Luftrohr erfolgen so um die zwei bis drei Blasen pro Sekunde.


Zur Fütterung der Larven gibt es wieder mehrere Möglichkeiten.
Hat man Brachionus zur Verfügung reicht man diese die ersten Tage. Vor dem ersten Zuchtversuch sollte man schon eine gut funktionierende Kultur angelegt haben.
Aber es besteht kein muß, wenn man eine kleine Sorte von Artemianauplien zur Hand hat.
Wichtig ist das anreichern der Nauplien mit sogenanten Additive.
Da gibt es schon recht brauchbare Produkte.
Vor allem die essentiellen ungesättigten Fettsäuren spielen bei der Fütterung von Fischlarven eine besondere Rolle. Insbesondere das Verhältnis verschiedener hochungesättigter Fettsäuren (sog. HUFA'S)
Das Verhältnis von 22:6n-3 Docosahexaensäure (DHA) zu 20:5n-3 Eicosapentaensäure
(EPA), beeinflußt den Aufbau und die Struktur von Gehirn und Augen, die Ausbildung von
Pigmenten und die Regulierung von Streßhormonen. Fehler in der Anreicherung des Futters, z.B. bei der Pigmentierung werden erst nach ca. 3. Wochen erkannt.

Bei Bedarf können brauchbare Produkte bei der ZML abgefragt werden.
Zu weiteren spezielen Fragen zur Zucht steht unser Forumteam gern zur Verfügung.

(c) Text und Bilder Sylvio Heydenreich

 

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