Pterapogon kauderni


Die Nachzucht von Pterapogon kauderni (Kardinalbarsch)

 

Anschaffung und Haltung:
Dass Pterapogon Kauderni im juvenilen Alter Schwarmfische sind ist bekannt, aber sobald sie ausgewachsen sind gehen sie sehr aggressiv mit ihren Mitbestreitern um und so wird in der Regel nur ein Paar übrig bleiben. Aus diesem Grund habe ich mir ein bereits ausgewachsenes Pärchen gekauft und habe sie in ein Becken mit den Maßen 80 x 60 x 60 cm gesetzt.

 

Vergesellschaftung:

In diesem Becken schwimmen sie zusammen mit einigen Seenadeln, Seepferdchen und einem Pärchen Mandarinfischen. Diese sind von der Art her genauso ruhig wie die Kardinalbarsche und stellen auch bei der Fütterung keinerlei Konkurrenz dar.

 

Geschlechtsunterschied:
Rein optisch konnte ich keinerlei Unterschied der Geschlechter feststellen Ebenso wenig, ob eine Geschlechtsumwandlung stattfindet. Hat man jedoch das Glück ein harmonisierendes Paar zu besitzen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese zu balzen beginnen.


Zucht:

Kaudernis sind Maulbrüter und müssen deshalb vor dem Balzen kräftig gefüttert werden, da das Männchen die Eier ins Maul nimmt und in dieser Zeit nichts frisst. Um ihn vor dem Verhungern zu bewahren sollten sie mit ausreichend Futter versorgt werden. Es kann ebenfalls vorkommen, dass das Männchen vor lauter Hunger die Eier frisst.

 

Beim Balzen schwimmen die beiden Pterapogon kauderni nebeneinander und zucken kräftig. In erster Linie bebalzt das Weibchen das Männchen. Da man die Eiabgabe selten beobachten kann, gilt es ab nun zu beobachten, ob das Männchen bei den Fütterungen frisst. Dies ist wichtig, damit man den Zeitpunkt der Eiübergabe kennt und eine Hochrechnung auf die Freigabe der kleinen machen kann.

 

Die Brutzeit beträgt 3 Wochen und anschließend werden die geschlüpften Jungen noch eine Woche im Kehlsack des Männchens mit herum getragen. Dieses Anschwellen der Kehltaschen lässt sich gut erkennen

 

Nach dieser Zeit entlässt das Männchen die Jungen meist in den frühen Morgenstunden ins freie Wasser. Der Zeitpunkt hängt von der Wassertemperatur und der im Maul befindlichen Jungen ab. Je mehr Junge sich darin befinden, desto eher werden sie „entlassen“.

 

Um keine Verluste bei den Jungen zu verzeichnen, sollte das Männchen vor dem Auslassen der Jungen heraus gefangen und in ein eigenes Becken gesetzt werden. In meinem Becken habe ich keine Feinde, die die Jungen fressen würden, da sie beim Entlassen aus dem Maul bereits einen guten Zentimeter groß sind und somit von den vergesellschafteten Tieren nicht mehr als Futter angesehen werden. Es können 5 – 25 Tiere auf die Welt kommen, wobei schon von Geburten weit über 50 Stück berichtet wurde.

 

Vom Aussehen her gibt es vom ersten Tag an keinen Unterschied zu den ausgewachsenen Tieren. Die volle Farbenpracht ist vom ersten Tag an gegeben. Sollte man das Männchen in ein extra Becken gegeben haben, dann ist es nun an der Zeit es wieder zurück zu setzen und kräftig zu füttern, da das Balzverhalten meist nach einer Woche bereits wieder beginnt. Man könnte das Männchen auch noch eine Woche bei den Jungtieren lassen um es wieder kräftig zu füttern.

 

Aufzuchtfutter:

Als erstes Futter benutze ich ein selbst gemachtes Staubfutter, das aus gefriergetrockneten Artemia Salinas und Spirulina-Flockenfutter besteht. Dieses wird zusammen in ein Glas gegeben und mit einem Quirl solange gemixt bis es extrem klein ist. Frisch geschlüpfte Artemias werden täglich einmal zugefüttert.

 

Wenn genügend Futter zur Verfügung steht wird es kaum Ausfälle der jungen Kaudernis geben.

 

Ein Bericht von Klimpel Manfred




(c)  Bild und Text Klimpel Manfred

 

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