Eigentlich sollte es ja
ein Treffen der Nachzuchtsgemeinschaft werden. Doch den meisten war
dann doch der Weg nach Dresden zu weit. Und somit blieb es doch nur
eine kleine Gruppe von ca. 20 Personen. Rolf der Leiter des Sealife
hatte seinen freien Samstag geopfert um uns nach offizieller Schließung
des Sealife durch das Gebäude zu führen.
Er erklärte uns Becken und Problematiken mit den Meeresbewohnern. Was
natürlich alle interessierte war die Zucht von Rochen ,Haien und
Seepferdchen. Das ganze Haus erinnert an ein versunkenes Schiff wo man
von innen nach außen in das offene Meer schaut. Hier im Sealife sind
die Tiere alle ein wenig größer als im heimischen Becken, man muss sich
erst mal an die wirkliche Größe gewöhnen.

Leider ist das
fotografieren im Sealife fast unmöglich. Da die meisten Scheiben alle
sehr stark gewölbt sind und den Tieren zu liebe das Blitzlicht
ausblieb. Die Macher des Sealife haben sich sehr viel Mühe gemacht
alles naturgetreu nachzustellen. Hier die Wellenschlagsimulation im
Rochenbecken.




Aber auch seltene Arten hat das Sealife zu bieten.



Eine der
Hauptattraktionen sind die Haifischbecken. Im Tunnel kommt man sich vor
als würde man selbst im Meer stehen.



Hier ein Bild von den
Haifischeiern, die auch im Sealife gezogen werden. Es werden auch
ständig Schulklassen gesucht die die Pflege bis zum Schlüpfen der Babys
übernehmen. Mehr Infos dazu gibt es auf der Website vom Sealife Dresden.

Der Höhepunkt für uns war die Seepferdchenzucht. Da musste sich Rolf
etwas mehr Zeit nehmen um die vielen Fragen zu beantworten. Hier einige
Elternbecken.




Und hier die Nachzuchten:



Ich war ja jetzt schon in einigen Ausstellungen aber in Dresden sieht
man das da Leute sind die sich echt Gedanken über ihre Tiere und Becken
machen und nicht den Profit sehen.
Danach trafen sich alle im Stammlokal des Dresdner
Meerwasserstammtisch, um sich wieder zu stärken. Alle waren gespannt
auf die Vorträge von Helmut Strutz und Siegfied Jentzsch . Naja, wer
nicht erschienen ist war Helmut. Man konnte in den Gesichtern die
Enttäuschung sehen, da Helmut und die Dresdner sich von früher her gut
kennen. Aber den Abend hat dann Siegfried doch noch mit seinen Bericht
über die Copepodenzucht gerettet.


Hier rechts im Bild sieht man Rolf, Leiter des Sealife Dresden, und
links Frank von Trautmann-Aquaristik. Beide arbeiten eng zusammen, um
neue Techniken und Verfahren zu entwickeln.
Also alles in allen war es für mich ein aufschlussreicher Tag, der mir
wieder viel Wissen vermittelt hat um ökologische Zusammenhänge besser
zu verstehen. Auch bei den interessanten Gespräche mit alten Hasen der
Süßwasserzucht kann man immer noch ein paar Kniffe abschauen.
(c)Text Sylvio
Heydenreich, Bilder Andreas März