
Labroides dimidiatus
gehört zur Familie der Lippfische und ist im Weltmeer weit verbreitet.
Sein Lebensraum reicht
vom Roten Meer über Indischer und Stiller Ozean
Lippfische sind protogyne
Folgezwitter das heißt Weibchen können sich in Männchen umwandeln. In
der Natur leben mehrere Weibchen mit nur einen Männchen zusammen.
Stirbt das Männchen oder kommt es anderweitig ums Leben rückt das
kräftigste Weibchen nach.Die Putzstationen werden entweder von einem
erwachsenen Paar betrieben oder von einer ganzen Gruppe juveniler
Fische, seltener von einer Gruppe erwachsener Putzer.
Da ich schon so ein Tier
haben wollte studierte ich erst einmal die Literatur.
Viel ist ja über diesen Fisch nicht zu finden eigentlich mehr negatives
als positives.
Da ich ein Befürworter der Paarhaltung bin, beschloß ich mir eine
Gruppe dieser Tiere anzuschaffen. Weiter wußte ich das es in der Gruppe
nur ein Männchen gibt
Leichter gesagt als getan da die Händler meist die Tiere trennen um
Kämpfe untereinander zu vermeiden. Also mußte ich nach anderen
Gesichtspunkten entscheiden.
In einen Buch hatte ich
gelesen das adulte Weibchen eine bräunliche Färbung auf dem Rücken
haben. Wieder Fehlanzeige alle Tiere im Händlerbecken hatten einen
leicht bräunlichen Rücken.
Also konnte ich wieder nur nach der Größe gehen und hoffen das die
kleinen die Weibchen oder noch nicht geschlechtsreifen Tiere sind und
die großen die Männchen .
Also beschloß ich 4 Tiere mitzunehmen 1 schon sehr großes und 3
bedeutend kleinere.
Am Anfang ging alles gut aber eine Woche später wurde eines der kleinen
ständig angegriffen, mir war klar, dass noch ein Männchen in der Gruppe
war und bevor ich handeln konnte war es schon weg.
Nun leben die drei schon über ein halben Jahr zusammen und ich wollte
wissen ob sie schon geschlechtsreif sind und im Becken ablaichen.
Im nachhinein begriff ich auch was der Buchautor mit seiner
Braunfärbung meinte.

Bei laichwilligen Weibchen ist diese Braunfärbung stärker ausgeprägt
als beim Männchen.
Da die Putzerfische Freilaicher sind wußte ich das es nicht ganz
einfach ist .Auch wann und wie es vonstatten gehen soll war mir unklar.
Aber eins wußte ich von der Mandarinfischzucht wie Eier von Freilaicher
aussehen.
Also fing ich an diese Tiere zu beobachten.
Morgens waren sie eigentlich immer mit die ersten .
Zur Begrüßung gibt es erst mal ein Schlagabtausch mit der Schwanzflosse.
Sobald dann die Doktoren rauskommen werden die erst mal geputzt.
Ansonsten ist es den ganzen Tag sehr friedlich im Becken.
Jeder geht so seinen Weg im Becken um Nahrung zu suchen .
Treffen sie sich mal gibt es ein Wettschwimmen und das war es dann auch.
Abends unter Blaulicht konnte es auch nicht sein, da Putzerfische die
ersten waren die im Riff verschwunden waren.
Also konnte es nur Abends sein bevor die Hauptbeleuchtung ausgeht.
Denn da habe ich schon oft beobachtet das es hart zur Sache geht und
echt Stimmung unter den drei ist.
Bei der täglichen Fütterung konnte ich beobachten das die zwei Weibchen
das Männchen bedrängen.
Aber er läßt sie alle beide links liegen und schlägt sich erst mal den
Bauch voll. Danach läßt er sich auch wieder von den Balzspielen der
Weibchen beeindrucken.
Er wählt sich dann ein Weibchen aus was dann immer an seiner Seite
schwimmt.
Das andere Weibchen wird gnadenlos verjagt .
Egal was passiert er bleibt immer mit dem ausgewählten Weibchen
zusammen.
Nach welchen Gesichtspunkten er geht weiß ich auch nicht.
Nun beginnen die eigentlichen Balzspiele.
Die beiden steigen Blitzschnell zusammen an die Wasseroberfläche, dies
wird von einen seltsamen Geräusch begleitet.
Dieses Geräusch war mir schon vom Paarungstanz der Mandarinfische
bekannt.
Nach ein paar Fehlversuchen kann man dann doch die Eiabgabe beobachten,
es ist eine richtige Wolke, möchte man die Eier abschöpfen, muß man
blitzschnell reagieren da sie sich sonst einzeln an der
Wasseroberfläche verteilen.
Ein Schlupf der Eier ist noch nicht gelungen da die Eier nur unter
hygenischten Bedingungen schlüpfen.
© Sylvio Heydenreich
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dazu finden Sie hier: http://www.meerwasserlarven.de/fische/labroides_dimidiatus.htm