endlich war es soweit; unser erster Artemia Tag, der von Siegfried
Jentzsch organisiert wurde, hat am 16.06. 2007 statt gefunden.
Schon ganz früh am
Morgen, machten wir (mein Sohn Pascal und ich) uns auf den Weg nach
Potsdam. Das Treffen fand in den Tagungsräumen der IGV statt. Dort
angekommen trafen sich einige engagierte Aquarianer und Züchter um sich
über Artemien und deren Zucht auszutauschen.
Nun werden sich sicher
einige Fragen warum über Artemien?
Artemien spielen bei
unserer Nachzucht eine sehr große Rolle, leider haben die kleinen
Salzkrebschen nicht nur Vorteile sondern auch Ihre Tücken auf die wir
bei unserem Treffen näher eingehen wollten.
Der erste Vortrag wurde
von Frau Dr. A. Breitenstein vorgeführt, Sie erzählte uns interessantes
über die Mikrobiologie und über die Möglichkeiten der Testmethoden. Da
es in der Nachzucht immer wieder Probleme mit Krankheiten gibt, welche
durch Vibionen verursacht werden können, wurde überlegt wie man etwas
dagegen unternehmen kann, wir von der ZML werden Frau Dr. Breitenstein
nun mal einige Proben zusenden um dem Thema Vibrionen richtig auf den
Zahn zu fühlen und gemeinsam eine Lösung dagegen zu finden.

Vor der eigentlichen
Eröffnung wurde schon diskutiert


als nächstes hielt
Siegfried Jentzsch einen Vortrag über die Aufzucht von Artemien. Hier
wurde das Thema von dem Fang der Artemieneier bis zur Aufzucht und
Vermehrung unter aquaristischen Bedingungen vorgestellt.

Dietmar Schönfelder
berichtete über die Ernährung unserer Aquarienfische und ging dabei
näher auf verfügbare Futtersorten Anatomie des Fischdarm unterschiede
der Fütterung bei jungen oder älteren Fischen ein.

Sylvio Heydenreich sprach
über die Aufzucht von Jungtieren und über Probleme die dabei auftreten
können. Hierzu zeigte er uns einige Testergebnisse zwischen
unterschiedlichen Planktonarten, über die Desinfektion von Artemieneier
und Artemiennauplien.


Fred Gabel zeigte uns
noch einige nützliche Selbstbauten eine brachte er sogar mit, hierbei
handelt es sich um ein Glas welches auf mit einem Motor angetrieben
wird, in diesem Glas sind kleine Glaskugeln welche durch die
Drehbewegungen Futtertabletten usw zu feinstem Staub einstampfen.


Und ein
Trockenpulverautomat im Selbstbau
anschließend berichtete
ich noch über die Nachzucht von diversen Tierarten. Das Hauptthema
dabei war die Nachzucht des Seegrasfeilenfisch.

Zum Schluß führte uns
Frau Dipl.-Arg.-Ing. R.Storadt durch die Räumlichkeiten hier konnten
wir uns dann die ganzen Planktonkulturen ansehen. Es war schon sehr
imponierend die ganzen Zuchtgerätschaften beschauen zu können, es
werden dort unterschiedliche Arten von Süß und Meerwasserplankton
vermehrt.

In diesem Kühlschrank
werden bei 15 Grad die Kulturen ruhig gestellt, um sie später wieder
aktivieren zu können.

Phytoplanton ist nicht
nur grün ;)
dauerhaft werden alle
Werte über einen Computer überwacht

oder Diagramme über die
Entwicklungsphasen erstellt


hier ein kleiner
Planktonreaktor der mit einer Dosierpumpe im Dauerlauf betrieben wird.

Die Extraktionsmaschine
mit der es möglich ist aus einer Biomasse bestimmte Stoffe zu
selektieren. z.B. das Astaxanthin aus der Haematococcus Alge


Ein etwas größerer
Reaktor, in diesen Röhren wird das Phytoplankton am Licht vorbei bewegt.
Außerhalb gab es dann
noch Anlagen welche durch Sonnenlicht beleuchtet werden, diese Anlage
faßt 1500 Liter feinstes Plankton. Die Röhren haben eine Länge von 6
Metern!

Hier werden die Röhren
links durch herunter fallendes Wasser gekühlt


unsere Gruppe von links
nach rechts: Dipl.-Arg.-Ing R.Storadt, S. Jentzsch, S.Heydenreich, Fred
Gabel, Dr.R. Kiesinger, P. Bönig, Fam. Trautmann, D. Schönfelder


es war ein sehr
lehrreicher und interessanter Tag der uns alle mal wieder
zusammengeführt hat einen besonderen Dank an Siegfried und Frau
Dipl.-Arg.-Ing. R.Storadt die uns diesen lehrreichen Tag ermöglicht
haben!
Wir sind beim nächsten
Treffen garantiert wieder dabei.
Weiterführendes
Thema im ZML Forum
(c) Text u. Bilder Iris
Bönig/ Sylvio Heydenreich